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Die Einführung der Trauben in dieser Region erfolgte durch Benediktinermönche des Reformklosters Cluny (Burgund, Frankreich), die im Zuge ihrer Verbreitung durch Kloster-Neugründungen im 12. Jahrhundert, die Traube Albariño in die Region bringen.

 

Die Weinproduktion in Rias Baixas ist von diesem Moment an bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mit der Ordensgeschichte verbunden. Gegen Ende der 19. Jh. gelingt es die galicischen Weingärtner beispielsweise im Einklang mit der klerikalen Tradition mit verschiedenen Krankheitsplagen (Oidium und Reblaus) aufzuräumen.

 

Die Herkunftsbezeichnung DO Albarino wird 1980 etabliert, um den Weinanbau und die Produktion der Weine der Region zu kontrollieren. Da eine DO nicht den Namen einer Traubensorte tragen darf, ersetzt jedoch bereits 1988 die neue DO Rias Baixas die veraltete und kaum gebrauchte DO Albariño-Bezeichnung.

 

Geographische Situation

Die DO Rias Baixas liegt in der Provinz Pontevedra (Galicien) und umfasst ca. 2.700 ha Weinbergfläche. Man unterscheidet fünf verschiedene Zonen in der Region:

  1. Val do Salnés, mit der Halbinsel gleichen Namens, erstreckt sich zwischen dem Fluss Arosa und der Ria Pontevedra (eine Art typischer fjordähnlicher Trichtermündungen galicischer Flüsse). Die Weinlagen werden auf kleinen Hügeln angebaut, die nicht mehr als 100 Meter ü.d.M. liegen.
  2. Condado de Tea, liegt auf der rechten Seite des Miño Flusses, im südlichen Teil der DO. Die Weinberge orientieren sich in südlicher Richtung und werden von der Gebirgskette Dorsal Gallega (mit mehr als 1.000 Metern ü.d.M.) begrenzt.
  3. O'Rosal, mit überwiegend treppenartig angelegten Flussterrassen, liegt an der Mündung des Miño Flusses, südlich der DO und wird durch die Berge von A Grava und O Galiñeiro begrenzt. O'Rosal ist die wärmste Zone der Rias Baixas. Die besten Weinberge befinden sich hier auf den terrassierten Lagen auf einer Höhen unter 100 Metern ü.d.M.
  4. Soutomaior, gelegen neben dem Verdugo Fluss, ist eine Region mit stark granithaltigen Böden, in der exklusiv Albariño angebaut wird.
  5. Ribera del Ulla, ist eine neue Zone und liegt an den Ufern des Ulla Flusses. Hier werden überwiegend rote Traubensorten angebaut.

 

Klima und Boden

Die DO Rias Baixas steht unter dem Einfluss von atlantischem Klima der nördlichen Atlantikküste. Die mildere durchschnittliche Jahrestemperatur von 14°C variiert zwischen Höchstwerten von maximal 31°C im Sommer und niedrigsten Temperaturen von etwas über 1°C im Januar.

 

Die Temperaturen wechseln wenig zwischen Tag und Nacht. Im Herbst und im Winter erscheinen oft Warmfront-Klimaveränderungen unter tropischem Einfluss, die reichlich Regen und mildere Temperaturen mit sich bringen. Der Frühling kommt früher in dieser Region und Frost ist selten.

 

Der Sommer ist trocken und mild und steht unter Einfluss des Hochdruckwetters der Azoren. In der Val do Salnés und O'Rosal Zone sind die Niederschläge weniger zahlreich als in der Condado de Tea Zone. Hier sind trotzdem die Temperaturen im Sommer höher und die Feuchtigkeit ist niedriger.

 

Das grösste Risiko der ganzen DO sind die feuchten und warmen Sommer, die Traubenkrankheiten (wie Mildiu) hervorrufen können.

 

Die Niederschlagsmenge ist relativ hoch und liegt normalerweise über 1500 mm/Jahr. Nur in der Condado de Tea Zone sind die durchschnittlichen Niederschläge geringer als in den anderen Zonen. Die Sonneneinstrahlung von 2.200 Stunden im Jahr ist eine der niedrigsten in Spanien.

 

Der Boden ist in der Regel aus Granit und sehr sandig, reich an organischer Materie und säurehaltig. Hier sind frische Böden, durchlässig und tief mit einen Untergrund aus Granit und Schieferelementen, üblich. Die Weingärten sind sehr gut drainiert, was die Herstellung von eleganten und sehr aromatischen Trauben begünstigt.

 

Traubensorten

Obwohl in der DO Rias Baixas mehr als 20 Traubensorten angebaut werden, sind die wichtigsten angebauten weissen Traubensorten: Albariño, Treixadura, Loureira Blanca, Caiño blanca, Godello, Saino und Torrontés. Die weniger angebauten roten Traubensorten sind: Caíño Tinta, Loureira tinta, Espadeiro, Sousón, Mencía und Brancellao.

 

Die Traube Albariño ist in den Weinbergen der Region die am meisten angebaute Traube. Die anderen Trauben werden sehr viel weniger als die Albarino angebaut. Hier sind die Traubensorten Treixadura (2% der angepflanzten Reben) und Loureiro (2%) zu nennen.

 

Die roten Traubensorten sind praktisch nicht existent. Normalerweise werden die Weine der DO Rias Baixas aus 100 % Albariño Trauben hergestellt, obwohl in der Zone O'Rosal y Salnés Coupages mit anderen Trauben der Region überwiegen.


Traubenerträge

Der Anbau der Rebstöcke in Rias Baixas wird in kleinen Weinbergen mit der traditionellen Erziehungsform in "parrales", oder mit Hilfe von Granitpfosten und gespanntem Draht durchgeführt, in den die Arme der Rebstöcke mit eingezogen werden.

 

Die ungefähr 190 Winzer der Region produzieren um die 4 Millionen Kilo Trauben im Jahr. Die Bepflanzungsdichte liegt zwischen 600 und 2.600 Stöcken pro Hektar. Der Kontrollrat lässt einen Höchstertrag von 11.000 kg/ha Albarino und von 12.500 kg/ha der anderen Sorten zu.

 

Weinproduktion

Der Wein wird immernoch von kleinen oder sehr kleinen Weinbaubetrieben hergestellt. Die kleinen Bodegas verwenden stolz ihre traditionellen Methoden und nur die neuen Winzer fangen langsam mit der Modernisierung der Weinherstellung und der Benutzung von neuen Technologien in der Region an.

 

Die Weine Rias Baixas sind in der Regel Weiß und werden klassifiziert in:

  • "Albariño", wenn der Wein nur aus dieser Traube hergestellt wird.
  • "Condado", Wein mit mindestens 70% von Albarino und Treixadura Traube.
  • "Val do Salnés" sind Weine mit 70% von Albarino Traube.
  • "O'Rosal" nennt man die Weine mit mindestens 70% von Albarino und Loureira.
  • "Ribera del Ulla" sind Weine von dieser Zone mit einem Mindestanteil von 70% der Albarino Traube.

 

Dank des Atlantischen Klimas und der granithaltigen Böden sind die Weine der Rias Baixas sehr elegant und geprägt von einer klaren Mineralität und einer frischen Säure.

 

Traditionell stellen die Winzer der Region junge Weißweine sowie geschmeidige Weißweine mit einer kurzen Kelterung im Barrique-Faß her. Diese Weine haben ein langes Lagerpotential, besonders wenn sie mit anderen Trauben der Region wie der Treixadura oder Loureira verschnittet sind. In diesen Coupages gewinnt der Wein an Kraft und Komplexität ohne die reichen Aromanoten zu verlieren. Die Weine verbessern sich sehr in der Flasche und erreichen ihre Fülle etwa ein Jahr nach ihrer Herstellung.

 

Typische Leckereien aus der Region Rias Baixas

  • Pulpo a la gallega (Oktopus auf galicischer Art)
  • Todo tipo de marisco (Verschiedene Meeresfrüchte)
  • Empanada gallega (gefüllte galicische Teigtaschen)

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