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Mit der Herkunftsbezeichnung DOCa Rioja verbindet sich eine Region mit einer langen historischen Weintradition. Das erste Dokument zum Schutz der Qualität des Rioja-Weins geht auf König Sancho von Navarra zurück, der bereits 1102 die Weine der Region gesetzlich anerkannt hat.

 

Im Zuge stetig wachsender Weinproduktion wird 1787 die Real Sociedad Económica de Cosecheros de Rioja (Königliche Wirtschaftsvereinigung der Weinbauern von Rioja) gegründet. Sie verfolgt das Ziel, den Anbau und die Produktion des Weines sowie seine kommerzielle Entwicklung weiter voranzutreiben und zu kontrollieren.

 

Anfang des 20. Jahrhunderts (1902) wird ein königliches Dekret erlassen, das die Herkunft der Rioja Weine näher definiert. 1927 setzt sich dann zum ersten Mal der Consejo Regulador de la Denominación de Origen Rioja (Kontrollrat der Herkunftsbezeichnung Rioja) zusammen. Seine Aufgabe ist es, die Grenzen des bezeichneten Herkunftsgebietes des Rioja-Weins festzulegen, die Verwendung der übertragenen offiziellen Gütesiegel zu kontrollieren und gesetzliche Maßnahmen gegen unrechtmäßige Unternehmen und Fälschungen des Namens Rioja einzuleiten. Seither hat der Kontrollrat große Anstrengungen unternommen, die Qualität sowie die Vermarktung der Rioja-Weine zu verbessern. Dank seiner Arbeit gilt Rioja heute als Symbol für die Produktion exzellenter Weine und erfährt weltweite Anerkennung.

 

Geographische Situation

Die 57.000 ha große Rebfläche der DOCa Rioja liegt am nördlichen Ebro-Flusstal im Dreiländereck von La Rioja, dem Baskenland und Navarra. Die Bergkette von Kantabrien im Norden und die Demanda-Bergkette im Süden bilden ihre natürlichen geographischen Grenzen. Sie schaffen eine privilegierte Biosphäre für die Kultivierung von Rebstöcken.

 

Die Region liegt relativ hoch, zwischen 500 Metern im Norden (um die Gemeinde Labastida) und 380 Metern ü d.M. in der Rioja Baja.

 

Klima und Boden

Obwohl Rioja sich auf eine relativ kleine Region erstreckt, weist sie sehr verschiedene Arten von Bodenbeschaffenheiten und ein wechselhaftes Klima auf. Diese Unterschiede schlagen sich in der Entwicklung der Weine nieder. Die spezielle Natur der Mikroregionen ist die Voraussetzung für die Entfaltung ihrer unverwechselbaren Charakteristika. Aufgrund des Mittelmeer-Einflusses ist das Klima der Region überwiegend trocken und sonnig.

 

Die Unterschiede in Bodenbeschaffenheit und Klima haben zu einer Einteilung der Weine aus Rioja in drei Subregionen geführt: Rioja Alta, Rioja Baja und Rioja Alavesa.

  1. Die Rioja Alta erstreckt sich auf einem Gebiet zwischen den Städten Logroño und Haro, hauptsächlich im südlichen Ebro-Flusstal. Sie umfasst 40% der gesamten Rebfläche von Rioja. Mit typischen ton- und eisenhaltigen Schwemmböden – mit hohem Kalkanteil - behauptet sich in der Subregion ein überwiegend kontinentales Klima. Durch die kantabrische Bergkette vor Kälte und vor den in den warmen Monaten einbrechenden Nordwinden geschützt, weist die Rioja Alta einen Niederschlagsdurchschnitt von 400-600mm auf. Die meistangebauten Rebsorten sind die rote Tempranillo- und die weiße Viura-Traube.
  2. Das Weingebiet Rioja Baja erstreckt sich im Südosten von Logroño und über einige Gemeinden von Navarra. Überwiegend ton- und eisenhaltige Schwemmböden sind hier bestimmend. Das Klima ist mediterran und fällt wärmer und trockener als in den anderen Subregionen aus. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei 14°C., bei einem Niederschlagsmittelwert von etwa 350 mm und dem, verglichen mit der Rioja Alavesa und dem Rioja Alta-Gebiet, kleinsten Frostrisiko. Die meistkultivierte Rebsorte ist die Garnacha-Traube.
  3. Die Rioja Alavesa liegt im Norden des Ebro-Flusses in der Provinz Álava. Die kaum erodierten ton- und kalkhaltigen Böden sind bestens geeignet für den Anbau der Rebsorte Tempranillo. Das kontinentale Klima mit halbfeuchter Trockenheit ist wärmer als in der Rioja Alta, da die kantabrische Bergkette dieses Weingebiet vor Kälte geschützt. Kurze Winter und gemäßigte Sommer wechseln sich bei Temperaturen zwischen 12,6°C und 13,2°C ab. Der Niederschlagsdurchschnitt liegt bei 400 bis 600 mm.

 

Traubensorten

Der Kontrollrat ist sehr streng, wenn es um die zugelassenen Weinsorten in Rioja geht. Für die Herstellung von Rotweinen mit der Herkunftsbezeichnung DOCa Rioja sind allein die Rebsorten Tempranillo (anteilig die häufigste Traubensorte der Rioja Alavesa und der Rioja Alta), Garnacha (wichtigste rote Traube in der Rioja Baja), Graciano, Mazuelo Maturana tinta, Maturana parda und Monastel zulässig. Nur zwei Weinerzeuger besitzen die Erlaubnis, auch die Cabernet Sauvignon zu verwenden. Die zugelassenen weißen Trauben sind: Viura, Malvasía Riojana, Verdejo, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Turruntés, Tempranillo blanca, Maturana blanca und die weiße Garnacha.

 

Traubenerträge

In Rioja werden zwei Arten von Reberziehung kultiviert: zum einen die traditionelle Buscherziehung, zum anderen die Erziehung der Reben im Drahtrahmen mit Guyotschnitt. Im Jahr werden etwa 400.000 Tonnen Trauben für die Weinerzeugung gelesen.

 

Die gesetzlich zugelassene Pflanzungsdichte liegt zwischen 2850 bis 4000 Rebstöcken pro Hektar. Erlaubt sind für die Region ein maximaler Ertrag von 65 Litern Wein pro 100 kg Trauben.

 

Weinproduktion

Auf das Jahr gesehen werden im Durchschnitt 250 000 Hektoliter Wein in Rioja hergestellt, 85% davon Rotweine und der Rest Weiß- und Roséweine.Die riojanischen Weine sind fein, elegant und gut strukturiert.

  1. Die jungen Weine werden nicht im Fass ausgebaut und kommen bereits kurze Zeit nach der Weinlese auf den Markt. Sie haben meist einen Alkoholgehalt zwischen 11,5 und 13° mit fruchtigen Aromen und gut ausbalancierter Säure.
  2. Die ausgebauten Weine werden in Eichenfässern (Fassvolumen von 225 Litern) und in der Flasche einige Monate vor ihrer Kommerzialisierung gelagert. Dies können sein:
  • Crianza: Weine, die zwei Jahren vor dem Verkauf im Weingut ausgebaut werden. Sie sollten mindestens ein Jahr im Fass gelagert werden. Diese Weine machen 30% der Weinproduktion von Rioja aus. Die Weine sind rund, mit leichter Komplexität und befinden sich in wunderbarem Einklang ihres fruchtigen Charakters mit den im Ausbau gewonnenen Aromen.
  • Reserva: Weine, die nur bei besonderen Jahrgängen hergestellt werden. Diese sollten mindestens drei Jahre in der Bodega verbleiben, mindestens ein Jahr davon ausgebaut im Eichenfass. Sie machen 15% der Weinproduktion aus und überraschen den Weingenießer mit ihrer großen Komplexität aus reifer Frucht, Gewürzen und Leder-Aromen.
  • Gran Reserva: Weine, die nur bei ganz besonderen Ernten gewonnen werden. Diese verbleiben mindestens fünf Jahre im Weingut (Weißweine und Roséweine vier Jahre), wovon sie mindestens zwei Jahre in Eichenfässern ausgebaut werden (Weißweine und Roséweine sechs Monate). 8% der riojanischen Weinproduktion sind von diesen Spitzenweinen besetzt, in denen sich der Ausdruck edler Tannine festlich mit sehr komplexen Aromen vermischt - ein Spiegelbild besten oenologischen Könnens.

 

Typische Leckereien aus Rioja

  • Patatas a la riojana (Kartoffel riojanischer Art)
  • Bacalao a la riojana (Kabeljau riojanischer Art)
  • Calderete (Lammeintopf)
  • Conejo con patatas (Kaninchen mit Kartoffeln)
  • Melocotón al vino tinto con canela (Pfirsich im Rotweinsauce mit Zimt)

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