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Die DO Ribera del Duero ist eine der berühmtesten Herkunftsbezeichnungen Spaniens. Sie steht für kraftvolle, aromatische, gut strukturierte, tiefe und elegante Weine, die überwiegend aus der Tempranillo-Traube, die hier Tinta del País genannt wird, erzeugt werden.

 

Die Geschichte der großen Weine aus Ribera del Duero beginnt vor etwa 2000 Jahren mit den Römern. Im Mittelalter findet sie im Zusammenhang mit der Gründung berühmter Weinorte wie Peñafiel, Aranda de Duero und San Esteban de Gormaz Erwähnung. Bis ins 7. Jahrhundert hinein steigert sich die Weinproduktion der Region zunehmend. Sie beschränkt sich jedoch allein auf den Binnenmarkt Zentral- und Nordspaniens. Aus Bordeaux stammend, etablieren sich Anfang des 20. Jahrhunderts vermehrt französische Keltermethoden.

 

Die Weine der Region Ribera del Duero finden jetzt zunehmend internationale Anerkennung. Doch die Reblausplage zwingt die Winzer, ihre Methoden und und ihre angebauten Sorten noch einmal grundlegend zu ändern. So wird auch die traditionelle Tempranillo-Traube zeitweise gegen resistentere, aber qualitätsärmere Rebsorten ausgetauscht.

 

Erst in den 1980er Jahren, mit der Einführung der Denominación de Origen (Herkunftsbezeichnung), kehrt man wieder zur traditionellen Rebsorte Tempranillo zurück.

 

Geographische Situation

Die 20.000 ha umfassende Weinanbaufläche der DO Ribera del Duero verteilt sich in der nördlichen Hochebene entlang des Duero-Flusstals und in den Provinzen von Burgos (mehr als 11.000 ha), Segovia, Soria und Valladolid. Die Weinberge liegen auf einer Höhe zwischen 750 und 850 Metern an den Hängen kleinerer Hügel, die das Bild der Landschaft bestimmen.

 

Klima und Boden

In der Region herrscht überwiegend kontinentales Klima. Das Wetter wird jedoch auch durch den atlantischen Ozean beeinflusst. Mit einer Durchschnittstemperatur von ca. 11°C im Jahr gehen große Schwankungen zwischen Sommer und Winter sowie zwischen Tag und Nacht einher.

 

Die Niederschläge konzentrieren sich in Frühling und Herbst und liegen, über das Jahr gesehen, bei durchschnittlichen 400 und 600 mm. Die jährliche Sonneneinstrahlung beträgt etwa 2400 Stunden.Der karge Boden ist kalkhaltig und arm an Eisen, also ideal für die Herstellung von feinen Weinen.

 

Traubensorten

Die Tinta del País (Tempranillo-Traube) ist die beliebteste und am meisten angebaute rote Traube (mehr als 75%der Rebfläche) der Region. Sie ist an das Klima und den homogenen Boden bestens angepasst. Die anderen 25% der Rebfläche der DO Ribera de Duero teilen sich die Rebsorten Albillo, Cabernet-Sauvignon, Garnacha tinta, Malbec und Merlot. Ihr Anbau ist durch die großen Temperaturschwankungen und die hohen Temperaturen im Sommer begrenzt.

 

Traubenerträge

Vorwiegend in Buscherziehung werden die Reben je nach Bodenbeschaffenheit und Frosteinbrüchen in verschiedenen Höhen kultiviert. Der Anbau der Reben in modernen Drahtrahmen ist relativ neu in der Ribera-Region.

 

Das Durchschnittsalter der Rebstöcke liegt bei etwa 50 Jahren. Die Traubenlese erfolgt behutsam und vorsichtig per Hand, um mit größter Sorgfalt der Zerstörung der Trauben vorzubeugen.

 

Die automatisierte Ernte macht nur einen verschwindend kleinen Anteil von 6% aus. In Ribera de Duero werden etwa 40.000 Tonnen Trauben pro Jahr für die Weinkelterung gelesen. Erlaubt ist für die Region ein maximaler Ertrag von 70 Litern Wein pro 100 kg Trauben.

 

Weinproduktion

Die Winzer der Region stellen ausschließlich Rot- und Roséweine nach ähnlichen Methoden wie in der Rioja oder in Bordeaux her. Ihr jährlicher Ertrag liegt im Durchschnitt bei 60 000 Hektolitern Wein, 95% davon macht die Rotweinproduktion aus.

 

Die beschriebenen Höhenlagen der Reben, die besonderen klimatischen Verhältnisse und die Bodenqualität bieten die Möglichkeit für die Erzeugung aromatischer, fruchtiger und besonders feiner Weine.

 

Weinkategorien in Ribera del Duero

  1. Die jungen Weine werden nicht im Fass ausgebaut und kommen bereits kurze Zeit nach der Weinlese auf den Markt.
  2. Die ausgebauten (Crianza) Weine werden zwölf Monate in Eichenfässern gelagert und jeweils nach dem 1. Oktober des zweiten Jahres ihrer Lese, im Anschluss an eine Flaschenlagerung, kommerzialisiert.
  3. Die hochwertigen Reserva-Weine verbleiben mindestens 12 Monate im Eichenfass und reifen anschließend in der Flasche. Sie kommen jeweils nach dem 1. Dezember des dritten Jahres ihrer Traubenernte auf den Markt.
  4. Die vorzüglichen Gran Reserva-Weine verbleiben eine Reifezeit von 24 Monaten im Eichenfass und in der Flasche, wovon sie eine Fasslagerung von mindestens zwei vollen Jahre durchlaufen. Erst nach fünf Jahren verlassen diese besonderen Weine das Weingut.

 

Typische Leckereien aus der Region Ribera del Duero

  • Cochinillo al horno (Spanferkelbraten)
  • Olla podrida (Eintopf auf Burgos Art)
  • Cordero asado (Lammbraten)
  • Salchichas al vino (Würstchen in Wein)

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